Nigel Slater in meiner Küche

19. November 2020 |  4 Bücherliebe, Eat, Live, Suppe

(*Werbung, da dieser Post einen Buchtipp enthält)

Seit Tagen ist es hier sehr stürmisch, es regnet, es ist trübe und grau… und ich als Frostbeule möchte mich am liebsten nur noch in warme kuschelige Decken einmummeln. Dazu ein Schälchen Suppe  löffeln, die mich  von innen wärmt. Da ich aber keinen Urlaub habe, sondern im Gegenteil gerade viel Arbeit auf dem Plan steht, wird das nichts mit Kuscheldecke und Sofa. Aber leckeres warmes Wohlfühlessen das geht immer.

Letztens habe ich wieder eines meiner derzeitigen Lieblingsessen gemacht. So einfach und schnell, dabei sooo lecker und variantenreich.

Dass ich ein großer Nigel Slater Fan bin, habe ich hier – klick – schon mal geschrieben. Seit ich seine Kochbücher entdeckt habe, nutze ich sie regelmäßig. Auch mein derzeitiges Lieblingsgericht ist wieder aus einem seiner Bücher. Nigel Slater ist in meiner Küche nicht mehr wegzudenken.

Dieses Kürbis-Dal genießen wir nun schon das dritte oder vierte Mal. Es lässt sich toll variieren.  Oder aufstocken mit Reis/Wildreis oder Kritharaki.

Es ist ein Rezept, das ich gerne auch mal für zwei Tage koche und am zweiten Tag vielleicht noch etwas Spinat oder Grünkohl dazugebe. Das Rezept ist aus dem tollen Buch Tender – Gemüse von Nigel Slater. In diesem Buch dreht sich alles um Gemüse, bzw. um seinen kleinen Küchengarten. Auch dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, wie bisher alle seine Bücher. Ich bin schon mit Zollstock und Papier durch den Garten geflitzt, um zu sehen, wie ich mein kleines Gemüsegärtchen erweitern kann, so sehr hat es mich inspiriert.

Tender. Gemüse
Nigel Slater
erschienen im  DUMONT Verlag
ISBN 978-3-8321-9449-9

In diesem tollen Buch dreht sich, wie der Titel schon verrät, alles um Gemüse. Von der Aubergine bis zur Zwiebel. Es beinhaltet über 400 Rezeptideen und zahlreiche Tipps, lustige Anekdoten und wunderschöne Fotos.

In seiner Einleitung beschreibt Nigel Slater, wie es zu seinem Gemüsegarten kam, wie sehr ihn Gemüse fasziniert. Wäre ich nicht schon vorher ein großer Fan von Nigel Slater, als auch von Gemüse gewesen ;-), wäre ich es spätestens nach diesem Buch.

Gemüseanbau ist auch im kleinsten Garten möglich. Das habe ich mir durch dieses Buch nochmal verinnerlicht.

Ich weiß jetzt schon, wem ich ein Exemplar für Weihnachten besorgen werde.  Vielleicht sucht ihr auch noch nach einem schönen Geschenk… Es ist wirklich ein einzigartiges Buch. Kann ich nur empfehlen!

Falls ihr Lust habt, eins seiner Rezepte auszuprobieren, schreibe ich euch mein Lieblings-Kürbis-Dal auf….  Oder besser gesagt meine derzeitige Variante…

 

Zutaten für 4-6 Personen

200g getrocknete Kichererbsen – mehrere Stunden in Mineralwasser einweichen lassen
Diese lassen sich auch gut durch fertige Kichererbsen aus dem Glas ersetzen.

2 mittelgroße Zwiebeln
2 EL Erdnussöl
4 Knoblauchzehen – mir haben zwei gereicht 😉
1 daumengroßes Stück Ingwer

3 Stiele Zitronengras – Ich hatte dieses Mal kein frisches Zitronengras und habe mein Zitronengrasgewürz genommen

2 TL gemahlener Koriander
2 TL gemahlener Kurkuma

6 grüne Kardamonkapseln –  hatte ich nicht, daher nicht genutzt

2 rote Chilischoten

500g geschälter und entkernter Kürbis (ca. 1 kg Gesamtgewicht mit Kernen und Schale)

250ml Gemüsebrühe

400ml Kokosmilch

1 EL gelbe Senfkörner
1 Handvoll Korianderblätter – ich mag ich nicht sooo gerne Koriander, daher habe ich Petersilie genutzt

Zwiebeln schälen und fein schneiden. In einer tiefen Pfanne mit dem Öl bei mittlerer Temperatur braten bis sie weich und glasig sind. Zwischenzeitlich den Knoblauch und Ingwer schälen. Wenn man frisches Zitronengras nutzt, die äußeren harten Blätter entfernen und alles zusammen in einer Küchenmaschine zu einer groben Paste zerkleinern. Da ich kein frisches Zitronengras verwendet habe, habe ich den Knoblauch und den Ingwer mit dem Messer fein gehackt.

Die Paste oder wie in meinem Fall den gehackten Knoblauch + Ingwer und das Zitronengrasgewürz zu den Zwiebeln in die Pfanne geben und weiter garen lassen. Gemahlener Koriander und Kurkuma hinzufügen, die Kardamonkapseln zerstoßen (bei mir fiel dieser Punkt weg) und die Chilischoten fein hacken und  untermischen. Alles bei niedriger Temperatur garen, damit nichts braun wird.

Den vorab geschälten und entkernten Kürbis klein schneiden und mit den abgetropften  Kichererbsen und der Gemüsebrühe in die Pfanne geben. Alles zum Kochen bringen und dann herunterschalten und bei mittlerer Temperatur den Kürbis sieden lassen bis er weich ist. Die Kokosmilch hinzufügen und weiter köcheln lassen.

Ein wenig Öl in einer Antihaftpfanne geben und die Senfkörner hinzugeben. Sobald sie aufplatzen, den Koriander oder wie in meinem Fall die Petersilie grob hacken und zusammen mit den Senfkörnern unter das Kürbisgemüse mischen.

Wer mag, nimmt noch  Limette oder Zitrone, die kurz vorher über das Essen ausgepresst wird. Dazu passt Reis oder man genießt es pur. Oder mit einer Scheibe geröstetem Brot.

Bon Appetit. 🙂

Welches sind zur Zeit eure Lieblingsbücher? Welche Gerichte genießt ihr momentan bei dem usseligem Wetter am liebsten? Ich bin sehr gespannt.

Alles Liebe
Yvonne

 

 

 

*Dieser Post enthält Werbung durch einen Buchtipp. Meine Meinung ist in keiner Weise beeinflusst, da ich nur über das schreibe, was mir gefällt.

4 Kommentare zu “Nigel Slater in meiner Küche

  1. Claudia

    Liebe Yvonne,
    das sieht sehr lecker aus! Ich kenne die Bücher von Nigel Slater, finde besonders die Bilder immer so herrlich!
    Hab einen schönen Tag und ein gemütlich freundliches Wochenende!
    ♥️ Allerliebste Grüße, Claudia ♥️

    Reply
  2. Sheepy

    Ein so leckeres Rezept, dankeschön! Auch bei mir gibt es gerade noch sehr oft Kürbis. In der Nachbarschaft konnten wir dieses Jahr viele Varianten probieren. Das hat richtigen Spaß genacht.
    Lieben Inselgruß
    Kerstin

    Reply

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