Zwetschgenernte

22. August 2019 |  11 Chutney, Eat, Einmachen, Kuchen

Nun sind wir schon wieder ein paar Tage aus dem Urlaub zurück. Herrlich war es. Entspannend, ruhig, sonnig, ein Urlaub mit vielen tollen neuen Eindrücken. Es war eine Zeit zum runterkommen und genießen. Ich fühle mich nun so energiegeladen. Die Akkus sind definitiv wieder gefüllt und mir spuken 1000 Dinge im Kopf rum. Ideen, die ich gerne in nächster Zeit umsetzen möchte, Projekte, die ich starten möchte… Geht es euch nach einem Urlaub auch immer so? Das ihr das Gefühl habt, ihr könnt wieder Bäume ausreißen, während vorher alles nur im Schneckentempo machbar war…

Während unserer Abwesenheit sind die Zwetschgen reif geworden. Unser kleiner Baum hat wieder gut getragen.  Es kamen endliche Kilos zusammen. Ein Teil ging an liebe Nachbarn, die sich in unserer Abwesenheit um unseren Garten kümmern – wofür ich unendlich dankbar bin. Wir hatten ihnen vorab gesagt, dass sie gerne Zwetschgen ernten können. Gesagt, getan… aber dennoch hatten wir noch viel zu ernten gehabt. Es ist wirklich unglaublich, wieviel dieser kleine Baum trägt. Die Äste mussten wir vorab mit Holzstangen stützen, weil sie durch das Gewicht der Zwetschgen bis zum Boden hingen. Leider habe ich es verpasst ein Foto davon zu machen. Es sah so komisch aus, wie wir unter dem Baum kriechen mussten, um an den Ästen vorbeizukommen. 

Nachdem ich die Zwetschgen entkernt habe, habe ich die Schüssel mal gewogen. Der erste Eimer ergab gute 7 Kilos entkernte Zwetschgen.

Kennt ihr noch die alten großen Emaillewaschschüsseln? Sie sind sehr tief und breit. Diese war voll bis oben hin. Da stand ich dann nun und startete die Verarbeitung. Vorab hatte ich mich schon für Zwetschgen Chutney, Kompott und Kuchen entschieden. Denn Konfitüre haben wir noch vom letzten Jahr übrig. Da war die Ernte auch sehr üppig. Glaube insgesamt lagen wir da bei fast 30kg. Viel verschenken wir an Familie, Nachbarn und Freunde. Der Rest wird verarbeitet oder eingefroren, sodass wir auch im Winter noch in den Genuß kommen.

Zwei der gebackenen Kuchen habe ich auf Vorrat eingefroren. Das geht immer sehr gut. Ich lasse sie in der flachen Tarteform und bei Bedarf hole ich sie raus und backe sie kurz bei 160 Grad auf. Sie schmecken wie frisch gebacken.

 

Das Zwetschgen Chutney habe ich zum ersten Mal gemacht. Falls ihr es gerne mal ausprobieren möchtet, hier das Rezept:

1kg Zwetschgen
60g Walnüsse
100g Rosinen
100g Himbeeren
200ml dunkler Balsamico-Essig
125ml Rotwein
250g Gelierzucker 2:1
1TL Zimt

(Reicht für drei Große Gläser oder 5-6 normal große Marmeladengläser)

Die Zwetschgen waschen und entkernen und in kleine Stücke schneiden. Die Walnüsse hacken und zusammen mit den Rosinen und Himbeeren zu den Zwetschgen in einen großen Topf geben. Balasamico und Rotwein dazugießen und den Zucker drüberstreuen. Alles zum kochen bringen und dabei immer gut umrühren. Ca. 5-7 Minuten kochen lassen. Zum Schluß den gemahlenen Zimt einrühren.
Das Chutney in sterilisierte Gläser füllen, diese gut verschließen und  auf den Kopf stellen. Nach etwas 10 Minuten wieder umdrehen.

Falls ihr auch gerne ein Rezept für den Kompott oder die Konfitüre möchtet, gebt Bescheid, ich schreibe es dann gerne noch dazu.

Heute Abend geht es erstmal mit Zwiebeln weiter 😉 Mmh in Balsamico eingelegte Zwiebeln sind der pure Genuß. Ein Jammer, dass man sie erstmal vier Wochen stehen lassen muss. Geduld ist ja nicht gerade meine Stärke…

Ihr Lieben ich wünsche euch einen schönen Donnerstag!
Ich hoffe, nach dem Urlaub bin ich nun häufiger wieder hier unterwegs…

Ich freu mich auf euch,
sonnige Grüße
Yvonne

 

Da ihr gerne noch die anderen Rezepte haben wollten, hier ein kleiner Nachtrag:

Zwetschgenkuchen:

Das Rezept reicht für ein Blech oder eben wie oben beschrieben für 2 kleine runde Tarteformen und eine längliche Form. Die runden Tarteformen nutze ich immer zum Einfrieren, da sie von der Größe perfekt dafür geeignet sind.

Zutaten:
200 weiche Butter
150g Rohrohrzucker
1EL Vanillezucker
4 Bioeier
280g Mehl
1TL Backpulver (ich nehme immer Bio Weinsteinbackpulver)
2 kg entkernte Zwetschgen
(1 1/2 kg entkernte Zwetschgen reichen auch, aber wir mögen es gerne gut belegt 😉 )

Für die Streusel:
80g weiche Butter
120g Mehl
80g Rohrohrzucker

Für den Teig die Eier mit dem Zucker und Vanillezucker schlagen, Butter hinzufügen und weiter schaumig schlagen. Das gesiebte Mehl mit dem Backpulver mischen und unterrühren.

Den Backofen auf 200 Grad Unter-Oberhitze vorheizen. Die Tarteformen mit Backpapier auslegen und den Teig einfüllen.

Die Zwetschgen waschen, entkernen und halbieren. Ich schneide sie oben an einer Seite ein wenig ein. Dann auf dem Teig verteilen. Bei der runden Form fange ich außen an und “arbeite” mich bis zur Mitte vor. Gleichmäßig verteilt schaut es einfach hübscher aus.

Für die Streusel die Butter mit Mehl und Zucker vermengen, bis Brösel entstehen. Diese über den Kuchen verteilen.

Ca. 30 Minuten backen.

 

Zwetschgenmus

2kg Zwetschgen
200g brauner Zucker
1/4TL gemahlene Nelke
1TL Zimt
1TL Zitronensaft

Die Zwetschgen waschen, entkernen und zerkleinern. Mit dem Zucker und den Gewürzen vermengen und in eine große Auflaufform geben. Den Ofen auf 180 Grad stellen und das Mus ca. 3 Stunden auf der mittleren Schiene backen. Nach 15-20 Minuten die Ofentür etwas öffnen ( ich stecke immer einen Holzlöffel dazwischen) , damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Das Mus regelmäßig umrühren.

Gläser sterilisieren. Das fertige Mus in die Gläser füllen und sofort verschließen.

 

Zwetschgen Chutney

1kg Zwetschgen
80g gehackte Walnüsse
100g Cranberries
300ml dunkler Balsamico (oder 200ml Balsamico und 100ml Himbeeressig)
100g Himbeeren
250g Gelierzucker
1TL Zimt

Die Zwetschgen waschen, entkernen und vierteln. Die Zwetschgen mit den gehackten Walnüssen, Himbeeren, Cranberries, Balsamico und Gelierzucker zum Kochen bringen.  Gute 5 Minuten bei mittlerer Hitze kochen lassen und dabei regelmäßig umrühren.  Zum Schluß den Zimt zufügen und das Chutney in sterilisierte Gläser füllen. Diese verschließen und auf dem Kopf stellen. Nach ca. 10 Minuten wieder umdrehen und die Gläser weiter abkühlen lassen.

11 Kommentare zu “Zwetschgenernte

  1. niwibo

    Willkommen zurück liebe Yvonne,
    und dann mit so leckeren Sachen.
    Die Idee mit den Kuchen in der Backform einfrieren finde ich klasse.
    Das muss ich mir merken.
    Und es gibt doch nichts Leckereres als ein Brötchen mit Pflaumenmus.
    Dir einen schönen Abend, lieben Gruß
    Nicole

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  2. Burglind Moll-Ebel

    Hallo liebe Yvonne,

    soo viele Zwetschgen, lecker. Die Idee mit den fertigen Tartes ist klasse. Wie es ausschaut hattet ihr einen schönen Urlaub. Meiner beginnt erst in gut 9 Tagen für 14 Tage und darauf freue ich mich schon sehr. Hoffentlich hält das Wetter bis dahin, es geht in die Schweiz ins Berner Oberland und nach Fribourg an den Schwarzsee.

    Liebe Grüße
    Burgi

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  3. Edith Götschhofer

    Hallo Yvonne, oh ja jetzt gibt es laufend etwas zum Ernten.
    Da seid ihr etwas früher dran wie wir, bei uns ist der Zwetschgenbaum auch sehr voll, aber die Ernte wird wohl noch etwas dauern.
    So viele leckere Sachen das ist wirklich eine Freude.
    Eingelegte Balsamico Zwiebeln liebe ich auch. Ich braten die Zwiebeln vorher kräftig an, da bin ich schon gespannt wie du sie machst.
    L.G.Edith

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  4. Wampi

    Hallo Yvonne,
    es sieht alles sehr lecker aus. Der Kuchen, bei uns im Schwäbischen Zwetschgendatschi genannt, schmeckt bestimmt oberlecker. Kannst Du das Rezept dafür auch noch einstellen?

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  5. Wohnsinniges

    Hallo Yvonne,
    mhhh, Deine selbstgemachten Leckereien sehen toll aus. Und der Kuchen 😍😍😍😍 den könnte ich Dir so wegschnappen. Die Idee mit dem einfrieren ist ja klasse, das muss ich auch mal probieren.
    Ich wünsche Dir noch ein schönes Wochenende.
    Liebe Grüße von Petra.

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  6. Claudia

    Liebe Yvonne,
    die Zwetschgenzeit ist immer etwas Feines! Köstlich sehen Deine Kuchen und auch das Kompott aus! Damit verbinde ic herrlich erinnerungen an die Kinderzeit bei meiner Lieblingsoma *lächel*
    Herzlichen Dank auch für die Rezepte !
    Ich wünsche Dir ein zauberhaftes Wochenende !
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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