My Little Green Kitchen und die Speisekammer

4. Juli 2019 |  9 Bücherliebe, Live

Dieser Post enthält zwei Buchtipps / dadurch Werbung für Bücher.

Heute gestehe ich etwas: Bei mir ist es mit Bücher so, wie bei anderen mit Schuhen und Handtaschen. Ohne kann ich nicht! Ich liebe Bücher! Und das schon, seit ich mit 5 Jahren lesen gelernt habt. Bücher sind einfach – in meinen Augen – unersetzbar. Da kann Internet und Co. noch soviel an Informationen bieten, es ist nicht das Gleiche, wie sich gemütlich hinzusetzen und in einem Buch zu “blättern”.  Daher stelle ich euch hier immer zu gerne neue Lieblingsbücher vor. Heute möchte ich euch zwei tolle Bücher aus dem Hölker Verlag vorstellen, die sich um die vegane Küche und die Vorratskammer drehen. Beide wandern zur Zeit von der Küche zum Nachttisch und wieder zurück, da ich sie mich so begeistern. Ich kann darin lesen, wie in einem Roman und erfahre sovieles Neues.  Und probiere soviel Neues dadurch aus.

Das erste Buch ist von der lieben Sylwia Gervais, einer lieben Blogkollegin, die ich – virtuell – schon Jahre kenne. Ich war sehr auf ihr erstes Buch gespannt, denn ich wusste, es würde grandios werden und so ist es auch! Nicht nur optisch der pure Genuß, auch geschmacklich so einzigartig, wie sie selbst.

“My Little Green Kitchen”
von Sylwia Gervais
erschienen im Hölker Verlag
ISBN: 978-3-88117-184-7

Es dreht sich in diesem schönen Buch um die vegane Küche, aber so ganz ohne den erhobenen Zeigefinger, sondern die grüne Küche wird auf leichte fröhliche Art, die Lust auf mehr macht, rübergebracht. Wer bisher vielleicht noch nicht so den Zugang zur “mehr gemüselastigen” Küche hat, bekommt sie spätestens durch dieses Buch. Es ist wunderschön gestaltet und durch die jahreszeitliche Aufteilung gut eingeteilt, sodass die passenden saisonalen Rezepte gleich zu finden sind.

Sylwia kocht mit dem, was gerade Saison hat und so oft es geht mit dem, was in ihrem eigenen kleinen Garten wächst. Was mich sehr anspricht. Man spürt bei den Bildern und Rezepten ihre Leidenschaft für gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit, die einfach ansteckend ist. Viele Rezepte lassen sich ohne großen Aufwand umsetzen, sodass sie leicht in den Alltag zu integrieren sind. Neben den leckeren Rezepten, wie z.B. Kohlrabischnitzel, Radischenblätter-Spinat-Suppe, Zucchini-Spaghetti, Tomaten-Bananen-Kuchen oder Süßkartoffel-Pizza, gibt es grüne Tipps für den Garten, für’s Fermentieren und Grundlagenwissen für die vegane Vorratskammer.

Man muss nicht vegan leben, auch so ist dieses Buch eine Bereicherung und bietet soviele tolle Rezepte zum genießen.  Für mich ein Highlight und das nicht, weil ich sie “kenne”.

Das zweite Buch, was mich zur Zeit begeistert ist dieses:

Speisekammer
Vorräte einfach selbst gemacht

von Lisa Eisenman Frisk und Monica Eisenman
erschienen im Hölker Verlag
ISBN: 978-3-88117-182-3

Mehr als einmal – glaube ich – habe ich schon über meine Vorliebe für saisonales und selbstgemachten Essen geschrieben. Meine Vorliebe für unsere Vorratskammer ist  – glaube ich – auch bekannt. Ich liebe es zu kochen, neue Rezepte auszuprobieren oder mir selbst welche auszudenken – was durch die Resteverwertung öfter vorkommt, ich müsste sie mir nur viel häufiger aufschreiben. 😉 Saisonale und gesunde Ernährung spielen bei uns eine große Rolle, einfach weil ich schon seit gut 20 Jahren auf bestimmte Inhaltsstoffe, die gerne in “fertigen” Sachen drinstecken, reagiere. Mein Magen spielt verrückt und mir geht es hinterher 1-2 Tage mehr als schlecht.  Mein Magen zeigt mir, ob ich etwas frisches selbstgemachtes zu mir nehme oder doch ein industrielles Fertigprodukt. Wenn wir z.B. Essen gehen, kann ich hinterher genau sagen, ob es wirklich eine “frische Küche” war oder nicht. Um es mir im Alltag leichter zu machen, bereite ich vieles schon vorab zu. Wenn ich weiß, die Zeit ist an einem Tag zu knapp, um frisch zu kochen, habe ich immer etwas vorbereitet, z.B. im Vorfeld von einem Gericht soviel gekocht, dass ich es auf Vorrat einfrieren konnte. Im Sommer gibt es bei uns sehr oft Salate  und damit meine ich nicht nur die grünen Blattsalate, sondern gut sättigende mit Quiona, Hirse, Bulgur, Couscous oder Reisnudeln. Im Herbst lieben wir wärmende Suppen. Mit einer kleinen Vorratskammer ist es wirklich einfach jeden Tag gut und gesund zu essen, ohne zuviel Zeit einplanen zu müssen. Daher hat mich das Buch “Speisekammer” sofort angesprochen. Denn ich möchte noch sovieles mehr selber auf Vorrat anlegen. Die jeweiligen saisonalen Schätze noch mehr nutzen.

Dieses tolle Buch bietet mit 350 Rezepten alle Grundlagen, um die Speisekammer in eine wahre Schatzkammer zu verwandeln. Darin heißt es: Die meisten Lebensmittel des täglichen Bedarfs lassen sich tatsächlich auch zu Hause herstellen.

Die beiden Autorinnen gehen sehr locker dabei vor. Sie sagen: “Kochen soll Spaß machen und kein zusätzlicher Stressfakor in unserem ohnehin hektischen Alltag sein. Wenn Sie ihre Butter selbst herstellen, aber nicht die Zeit finden, Brot zu backen – was soll’s?” Auch geben die beiden Schwestern aus Schweden den Tipp nicht gleich mit den schwierigsten Rezepten zu beginnen, sondern sich Zeit zu lassen und nicht enttäuscht sein, wenn der selbst gemachte Käse nicht bei ersten Versuch so gut war, wie man es sich vorgestellt hat.

Es gibt viele Tipps unter “Gut zu wissen, bevor man beginnt” und am Ende des Buches ist Platz für eigene Notizen. Inhaltlich lässt das Buch keine Wünsche offen, von Würzsoßen, über einkochen, saften und einlegen, bis  Milchprodukte, Wurstwaren, beizen und pöklen, Brot, Getränke, Eiscreme und Sorbet, sowie Süßes und Snacks, ist alles enthalten. Die Bilder sind fantastisch und der pure Genuß. Die Rezepte leicht und verständlich erklärt.

Das tolle Buch ist für mich eine wahre Bereicherung und lehrt mich soviel Neues. Es gehört jetzt schon zu meinen absoluten Lieblingskochbüchern.

Ich weiß, ich habe euch nun die Ohren voll geschwärmt von diesen beiden Büchern, aber wenn mich etwas so begeistert, dann kann ich nicht anders, sondern muss dem freien Lauf lassen.

Jetzt widme ich mich erstmal wieder unserem Konfitürenvorrat für das Jahr. Jeden Sommer koche ich soviel ein, dass es für ein Jahr reicht. Nicht nur für uns, sondern auch um ein kleines Mitbringsel zum Verschenken zu haben. Die Erdbeer- & Rhabarberproduktion 😉 ist nun abgeschlossen. Ebenso setze ich einen Haken unter die Kirschkonfitüre. Bis die Zwetschgen am Baum reif sind, dauert es noch, aber zwischenzeitlich mache ich mich dann über  Aprikosen und Co. her. Auch stehen einige Pestos auf meiner Liste. Und ich freue mich jetzt schon, wenn die Tomaten auf einem Bauernhof in der Nähe reif sind. Dann gibt es vom selbstgemachten Ketchup über Tomatensoße alles, was das Herz begehrt.

Wie ist es bei euch? Habt ihr eine Vorratskammer? Oder legt ihr euch Vorräte an? Interessieren euch neue Rezepte? Früher – auf dem alten Blog – habe ich viel mehr Rezepte geteilt. Irgendwie ist das nach dem “Supergau” auf dem alten Blog verloren gegangen. Und meine Rubrik “Eat” ist hier ziemlich leer geblieben. Dabei liebe ich es zu kochen und zu backen. Hättet ihr Lust auf eine Wiederbelebung dieser Rubrik?

Ich wünsche euch einen schönen Abend!
Bei nächsten Mal kommt die Sommerdeko im Wohnzimmer 😉

Alles Liebe
Yvonne

 

 

*Dieser Post enthält Buchtipps für zwei Bücher, die mich zur Zeit begeistern. Daher Werbung!

9 Kommentare zu “My Little Green Kitchen und die Speisekammer

  1. niwibo

    Ja, wir haben eine Vorratskammer liebe Yvonne.
    Aber da stapeln sich eher Vorräte aus dem Supermarkt, das, was nie ausgehen darf… Pasta, Kartoffeln, Reis, auch Konserven und Marmelade.
    Alles andere kaufe ich immer frisch, ich koche selten auf Vorrat.
    Ist eigentlich schade, wenn man die schönen Bilder aus Deinen Büchern sieht.
    Mal schauen, ob ich das mal ändere.
    Dir einen schönen Abend und Danke fürs Vorstellen,
    lieben Gruß
    Nicole

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  2. Edith Götschhofer

    Hallo Yvonne, ich liebe auch Bücher sehr und es gibt auch keinen Ersatz für mich.
    Ja Ernährung und Achtsamkeit in Umgang mit Lebensmitteln liegt mir sehr am Herzen.
    Wir ernähren uns schon seit Jahren ohne Fleisch und ich koche nur nach Saison und bemühe mich auch regional einzukaufen was aber oft wirklich nicht möglich ist. Zitronen zum Bsp.
    Vorratskammer habe ich auch, aber sie wird auch für andere Dinge benutzt.
    Deine Buch Auswahl gefällt mir sehr, ja und Rezepte sind immer wieder toll.
    L.G.Edith

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  3. pommelsheepy

    Das ist ja ein schöner Post!
    Selbstgemacht ist selbstgemacht und das sieht und schmeckt man auch. Bei mir stehen einige Marmeladen im Vorratsregal, ansonsten wird frisch aus dem Garten geerntet.
    Liebe Inselgrüße
    Kerstin

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  4. Claudia

    Liebe Yvonne,
    herzlichen dank für diesen wunderbaren Post!
    Deine Marmelade sehen köstlich aus!
    Bei uns gibt es auch eine kleine Vorratskammer , da stehen hauptsächlcih selbstgemachte Marmeladen drin und eingemachtes Obst und Gemüse. Meist Gurken und gegrillte, eoingelegte Paprika :O) Das, waar wir halt im GArten haben, bzw. was ich auch dann von lieben Verwandten und Bekannten zum einmachen bekomme, da wir selber keinen Platz haben, um viel anzupflanzen.
    Es gehört für mich auf jeden Fall dazu, ich bin damit aufgewachsen, in unserem Garten daheim wuchs alles, was man so brauchte :O)
    Die beiden Bücher sind wundervoll, ich glaube, dafür würde ich noch ein bischen Platz schaffen können :O) ( Eigentlich ist das Regal für Koch, Einmach und Backbücher voll :O)))
    Ich wünsche Dir einen schönen Tag und einen guten Start in ein wundervolles Wochenende!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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  5. Urte Elfenrosengarten

    Liebe Yvonne,
    ein toller Post und die Bücher könnten mir auch gefallen.
    Ich liebe es auch sehr – den Sommer in Marmeladengläser zu konservieren 🙂
    Die Vorratskammer ist nie leer. Deine Marmeladensorten sehen echt lecker aus.
    Ganz liebe Grüße von Urte

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  6. Anna Sieglhuber

    die bücher klingen spannend, obwohl ich keine vorratskammer (in Österreich ist das die “Speis”) habe koche ich jedes jahr ein paar gläser erdbeermarmelade ein. die herzkirschen schmecken dieses jahr köstlichst, auch da werde ich einige gläser zubereiten. eine bitte hätte ich an dich – wo gibt es diese kleine weiße schüssel mit den rillen am letzten foto zu kaufen?
    danke für deine rückantwort und ganz liebe grüße aus Salzburg von der Anna

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    1. Yvonne König Post author

      Hallo liebe Anna, lieben Dank für deinen Kommentar. Das Wort “Speis” gefällt mir sehr. Es klingt einfach viel netter als Vorratskammer 😉 Wegen der kleinen Schüssel, diese ist von Ib Laursen aus der Mynte Serie. Sie läuft dort glaube ich als Müslischüssel. Ich hoffe, ich kann dir damit weiterhelfen. Liebe Grüße Yvonne

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  7. Unser kleiner Mikrokosmos

    Hallo Yvonne,
    deine Marmeladen sehen köstlich aus. Ich koche auch immer eine Vielzahl an verschiedenen Marmeladen. Die meisten verschenke ich sehr gerne, da wir alleine das alles gar nicht essen können. Die Bücher sehen total interessant aus.
    Liebe Grüße
    Silke

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